Kurz gesagt
Angst vor dem Weihnachtsmann ist bei Kindern zwischen ein und drei Jahren ganz normal: Ein großer, fremder Mann mit Bart und lauter Stimme ist erst einmal ungewohnt. Helfen Sie Ihrem Kind mit Bilderbüchern und Fotos vorab, lassen Sie es beim Besuch auf dem Arm und bitten Sie den Weihnachtsmann, sich hinzusetzen und leise zu sprechen. Zwingen Sie Ihr Kind zu nichts.
Wie Kinder den Weihnachtsmann erleben
Warum Kinder Angst vor dem Weihnachtsmann haben
Zwischen etwa acht Monaten und drei Jahren fremdeln Kinder besonders stark. Der Weihnachtsmann ist dann gleich doppelt fremd: Sein Gesicht ist unter Bart und Mütze kaum zu erkennen, und er ist plötzlich mitten im Wohnzimmer. Das ist kein Zeichen, dass etwas schiefläuft, sondern eine gesunde Vorsicht.
So bereiten Sie Ihr Kind vor
- Ein paar Tage vorher ein Bilderbuch über den Weihnachtsmann vorlesen
- Fotos oder kurze Videos zeigen: So sieht er aus, so klingt er
- Ankündigen statt überraschen: „Vielleicht klingelt heute der Weihnachtsmann. Er ist ganz lieb.“
- Ein vertrautes Lied üben, das alle zusammen singen können
Was beim Besuch hilft
- Das Kind bleibt auf dem Arm oder Schoß von Mama oder Papa
- Der Weihnachtsmann setzt sich hin und spricht leise, statt laut „Ho, ho, ho“ zu rufen
- Erst die Geschwister begrüßen, das ängstliche Kind schaut zu und kommt von selbst
- Kein Schoß, kein Gedicht, kein Foto auf Kommando
- Ein kleines Geschenk ablegen, statt es dem Kind direkt hinzuhalten
Wenn die Tränen trotzdem kommen
Dann ist das in Ordnung. Ein erfahrener Weihnachtsmann bleibt ruhig, verabschiedet sich freundlich von diesem Kind und widmet sich den anderen. Oft schaut das Kind nach wenigen Minuten wieder neugierig hervor. Und im nächsten Jahr ist dasselbe Kind häufig das, das am lautesten „Weihnachtsmann!“ ruft.
Tragen Sie es ins Briefing ein
Wenn Sie im Briefing vermerken, dass ein Kind ängstlich ist, stellt sich unser Weihnachtsmann darauf ein: leiser Auftritt, mehr Abstand und viel Geduld.





